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Er­ar­bei­tungs­pha­se

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

9. Er­ar­bei­tungs­pha­se: Ein­stiegs­dia­log (I.1) in „Dan­tons Tod“

9.1.1. Un­ter­su­chung des Dia­log­aus­schnitts –
Schwer­punkt Kom­mu­ni­ka­ti­on auf der Bühne
Un­ter­su­chung des Dia­log­aus­schnitts

Dan­ton . Sieh die hüb­sche Dame, wie artig sie die Kar­ten dreht! Ja wahr­haf­tig, sie ver­steht's; man sagt, sie halte ihrem Manne immer das coeur und an­de­ren Leu­ten das car­reau hin. – Ihr könn­tet einen noch in die Lüge ver­liebt ma­chen.
Julie . Glaubst du an mich?

Auf­ga­ben zur Text­stel­le
  1. Ana­ly­sie­ren Sie den Dia­log­aus­schnitt.
    a) Un­ter­strei­chen Sie zu­nächst far­big Text­si­gna­le, die Über­le­gen­heit und Un­ter­le­gen­heit zei­gen.
    b) Be­grün­den Sie an­schlie­ßend in ei­ge­nen Wor­ten (und in gan­zen Sät­zen), wie Sie zu die­ser Ein­schät­zung kom­men. Un­strei­chen Sie rot die Text­si­gna­le, die zei­gen, dass einer der Dia­log­part­ner un­ter­le­gen ist und in grün, dass einer über­le­gen ist.
Ver­net­zung mit Kon­text
  1. Fin­den Sie in der ers­ten Szene, ers­ter Akt, wei­te­re Bei­spie­le für sym­me­tri­sche und kom­ple­men­tä­re Kom­mu­ni­ka­ti­on und er­läu­tern Sie, wo­durch Sym­me­trie und Kom­ple­men­ta­ri­tät (Asym­me­trie) be­stimmt sind.
  2. Ent­wer­fen Sie ein Büh­nen­bild der ers­ten Szene und über­le­gen Sie sich, wo die Fi­gu­ren plat­ziert wer­den kön­nen.
  3. Wel­che Funk­ti­on haben die Sprech­ak­te, die Dan­tons Po­si­ti­on in der sym­me­tri­schen und asym­me­tri­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on fest­le­gen, für den Re­zi­pi­en­ten des Dra­mas?
9.1.2 Un­ter­su­chung des Dia­log­aus­schnitts –
Schwer­punkt Dra­men­kon­zep­ti­on und Fi­gu­ren­cha­rak­te­ri­sie­rung

Hin­wei­se für den Leh­rer/ die Leh­re­rin
Ver­ste­hens­vor­aus­set­zun­gen:
- Mul­ti­co­die­rung (Zei­chen­sys­tem Thea­ter)
- Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­del­le (Sen­der – Emp­fän­ger – Bot­schaft) auf Thea­ter an­wen­den
Un­ter­su­chung/ Ana­ly­se des ers­ten Sat­zes (ohne Ne­ben­text)
Es wird darum gehen, den Im­pe­ra­tiv „Sieh!“ zu un­ter­su­chen im Zu­sam­men­hang mit dem Zei­chen­sys­tem Thea­ter und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­del­len. Ziel ist die Fi­gu­ren­cha­rak­te­ris­tik und das Be­wusst­wer­den der Be­son­der­hei­ten eines dra­ma­ti­schen Tex­tes, der für die Bühne ge­schrie­ben wurde (z.B. im Ver­gleich mit Kurz­ge­schich­ten und „Agnes“)
Eine Mög­lich­keit wäre, die ers­ten Fo­li­en der Prä­sen­ta­ti­on( dan­ton-kom­mu­ni­ka­ti­on.ppt ) viel­leicht als stum­men Im­pul­se für ein Schreib-Trai­ning zu nut­zen.

Auf­ga­ben zur Text­stel­le
  1. Be­schrei­ben Sie die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tua­ti­on. Be­rück­sich­ti­gen Sie, dass die­ser Satz auf der Bühne vor Pu­bli­kum ge­spro­chen wird. Ach­ten Sie auch dar­auf, wel­che Rolle dem Zu­schau­er zu­ge­wie­sen wird. [Ni­veau A]
  2. Er­läu­tern Sie, wie der Spre­cher Dan­ton und die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­part­ne­rin Julie durch diese Äu­ße­rung cha­rak­te­ri­siert wer­den. [Ni­veau B]
  3. Un­ter­su­chen Sie den Ne­ben­text:
    1. Be­schrei­ben Sie eine mög­li­che Rea­li­sie­rung auf der Bühne [Ni­veau A]
    2. Ana­ly­sie­ren Sie, wel­che Kon­se­quen­zen sich dar­aus für das Ver­hält­nis Dan­ton – Zu­schau­er – Fi­gu­ren des Dra­mas er­ge­ben kön­nen. [Ni­veau B]
  4. Ver­steht man Ne­ben­text und die ers­ten drei ge­spro­che­nen Sätze als we­sent­li­chen Teil der Ex­po­si­ti­on des Dra­mas, er­ge­ben sich Kon­se­quen­zen für ein ers­tes Ver­ständ­nis des Dra­mas. Er­läu­tern Sie die­ses und nen­nen Sie As­pek­te, auf die bei dem Drama „Dan­tons Tod“ zu ach­ten wäre. [Ni­veau C]

 

Er­ar­bei­tungs­pha­se: Her­un­ter­la­den [doc] [97 KB]