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Ro­bes­pierre Ar­beits­blatt 4b

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

Dia­logana­ly­se 2 – Spra­che als Spie­gel so­zia­ler Ver­hält­nis­se – Ro­bes­pierre (AB 4b)

B – Szene I.6

Zwei wich­ti­ge Wort­er­klä­run­gen:

„Es gibt nur Epi­ku­re­er und zwar grobe und feine ...“ (Dan­ton): Zu den Grund­an­nah­men der epi­kurei­schen Phi­lo­so­phie, die auf den grie­chi­schen Phi­lo­so­phen Epi­kur zu­rück­geht, ge­hört der Ge­dan­ke, dass es nur zwei Ge­füh­le des Men­schen gibt: Ver­gnü­gen und Schmerz. Jeder Mensch stre­be da­nach, sein Ver­gnü­gen zu er­hö­hen und Schmer­zen zu ver­mei­den. Ein „fei­ner Epi­ku­re­er“ wäre ein Mensch, der sogar noch dem Schmerz ein Ver­gnü­gen ab­ge­win­nen kann.

„... die Fäl­scher geben das Ei und die Frem­den den Apfel ab.“ (St. Just): Mit den „Fäl­schern“ sind ei­ni­ge Ab­ge­ord­ne­te und mit den „Frem­den“ ei­ni­ge aus­län­di­sche Ge­schäfts­leu­te ge­meint, die be­reits wegen des Ver­dachts ver­haf­tet wor­den waren, sich im Zu­sam­men­hang mit der Auf­lö­sung der In­di­en­kom­pa­nie be­rei­chert zu haben. Eier und Obst („Apfel“) bil­de­ten An­fang und Ende einer rö­mi­schen Mahl­zeit. St. Just will also den Dan­to­nis­ten im Paket mit den „Fäl­schern“ und „Frem­den“ den Pro­zess ma­chen, weil er davon aus­geht, dass die Ge­schwo­re­nen ihre An­ti­pa­thi­en von den „Fäl­schern“ und „Frem­den“ auf Dan­ton und seine Ge­folgs­leu­te über­tra­gen wer­den und deren Ver­ur­tei­lung so leich­ter zu er­rei­chen sein wird. 

Ar­beits­an­wei­sun­gen:

  1. Geben Sie den Auf­bau die­ser Szene wie­der und be­grün­den Sie Ihre Ein­tei­lung. Hal­ten Sie Ihre Er­geb­nis­se stich­wort­ar­tig fest.
  2. Geben Sie in ei­ge­nen Wor­ten die Ar­gu­men­ta­ti­on von Ro­bes­pierre wie­der, die er von „Die so­zia­le Re­vo­lu­ti­on ist noch nicht fer­tig ...“ bis „... die Tu­gend muss durch den Schre­cken herr­schen.“ aus­führt. Stel­len Sie – wie­der in ei­ge­nen Wor­ten – Dan­tons Ge­gen­ar­gu­men­ta­ti­on dar und be­le­gen Sie Ihre Aus­sa­gen.
  3. Wäh­len Sie zwei Bil­der aus, mit denen Dan­ton seine Ge­dan­ken be­son­ders deut­lich macht, und er­läu­tern Sie schrift­lich in gan­zen Sät­zen die Funk­ti­on die­ser Bil­der.
  4. Ent­wer­fen Sie einen Schreib­plan für eine Ana­ly­se des Dia­lo­ges zwi­schen Ro­bes­pierre und Dan­ton. Über­le­gen Sie sich genau die Rei­hen­fol­ge Ihrer Ab­schnit­te und skiz­zie­ren Sie stich­wort­ar­tig die wich­tigs­ten Er­geb­nis­se für jeden Un­ter­su­chungs­as­pekt.
  5. Bil­den Sie zu­sam­men mit einer an­de­ren B-Grup­pe ein Vie­rer-Team. Ge­stal­ten Sie für den Dia­log zwi­schen Ro­bes­pierre und Dan­ton je­weils zwei Re­gie­an­wei­sun­gen, die Ihrem Ver­ständ­nis der Rolle von Ro­bes­pierre und Dan­ton ent­spre­chen und den Schau­spie­lern hel­fen könn­ten, genau diese Deu­tung auf der Bühne um­zu­set­zen. Über­le­gen Sie sich genau, wie Sie der Klas­se das Kon­zept, das hin­ter Ihren Re­gie­an­wei­sun­gen steht, er­läu­tern.

 

Ro­bes­pierre Ar­beits­blatt 4b: Her­un­ter­la­den [doc] [23 KB]