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Sta­ti­on 6: die Fi­gu­ren­spra­che un­ter­su­chen

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

„Dan­tons Tod“ – Dia­logana­ly­se 3 – Sta­ti­on 6:
die Fi­gu­ren­spra­che ana­ly­sie­ren

A → B

Aus­schnitt aus IV.4:




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Platz vor der Con­cier­ge­rie
Lu­ci­le ( tritt auf. Sie setzt sich auf einen Stein unter die Fens­ter der Ge­fang­nen).
Ca­mil­le, Ca­mil­le! ( Ca­mil­le er­scheint am Fens­ter .) Höre, Ca­mil­le, du machst mich
la­chen mit dem lan­gen Stein­rock und der ei­ser­nen Maske vor dem Ge­sicht; kannst
du dich nicht bü­cken? Wo sind deine Arme? - Ich will dich lo­cken, lie­ber Vogel.
( Singt :)
   Es stehn zwei Stern­lein an dem Him­mel,
   Schei­nen hel­ler als der Mond,
   Der ein' scheint vor Feins­lieb­chens Fens­ter,
   Der andre vor die Kam­mer­tür.
Komm, komm, mein Freund! Leise die Trup­pe her­auf, sie schla­fen alle. Der Mond
hilft mir schon lange war­ten. Aber du kannst ja nicht zum Tor her­ein, das ist eine
un­leid­li­che Tracht. Das ist zu arg für den Spaß, mach ein Ende! Du rührst dich auch
gar nicht, warum sprichst du nicht? Du machst mir Angst.
Höre! die Leute sagen, du müß­test ster­ben, und ma­chen dazu so ernst­haf­te
Ge­sich­ter. Ster­ben! ich muß la­chen über die Ge­sich­ter. Ster­ben! Was ist das für ein
Wort? Sag mir's, Ca­mil­le. Ster­ben! Ich will nach­den­ken. Da, da ist's. Ich will ihm
nach­lau­fen; komm, süßer Freund, hilf mir fan­gen, komm! komm! (Sie läuft weg.)
Ca­mil­le ( ruft ). Lu­ci­le! Lu­ci­le!

(C) Text "Dan­tons Tod" Text mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung der Zenodot Ver­lags­ge­sell­schaft mbH
  http://​www.​zeno.​org/​Li­te­ra­tur/​M/​B%C3%BCchner,+Georg/Dra­men/Dan­tons+Tod

Ana­ly­sie­ren Sie (stich­wort­ar­tig) die Spra­che von Lu­ci­le im vor­ge­leg­ten Aus­schnitt.

Der Ope­ra­tor „ana­ly­sie­ren“ ver­langt eine struk­tu­rier­te und sys­te­ma­ti­sche Er­schlie­ßung der ein­zel­nen sprach­li­chen As­pek­te und ihren Zu­sam­men­hang mit dem In­halt.
Sol­che As­pek­te könn­ten sein: Wort­wahl (Schlüs­sel­wör­ter und Wort­fel­der), Bil­der (Bild­for­men: Ver­gleich, Me­ta­pher, Sym­bol; Kon­no­ta­tio­nen; Syn­äs­the­si­en = meh­re­re Sinne wer­den gleich­zei­tig an­ge­spro­chen, z. B. akus­ti­scher und vi­su­el­ler Sinn; kon­kre­ter Rea­li­täts­be­zug oder Auf­lö­sung des Ge­gen­ständ­li­chen ins rein Sub­jek­ti­ve; Wir­kung), Satz­bau (un­voll­stän­di­ge Sätze, pa­rat­ak­ti­scher oder hy­po­tak­ti­scher Satz­bau), Sprach­stil und Sprach­ni­veau, rhe­to­ri­sche Mit­tel.


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Sta­ti­on 6 A: die Fi­gu­ren­spra­che un­ter­su­chen: Her­un­ter­la­den [doc] [25 KB]