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M 11 Wei­te­re Me­tho­den

In­fo­box

Diese Seite ist Teil einer Ma­te­ria­li­en­samm­lung zum Bil­dungs­plan 2004: Grund­la­gen der Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Bitte be­ach­ten Sie, dass der Bil­dungs­plan fort­ge­schrie­ben wurde.

für den Werk­ver­gleich im Un­ter­richt

Im Fol­gen­den sind ei­ni­ge wei­te­re me­tho­di­sche Um­set­zungs­mög­lich­kei­ten auf­ge­lis­tet. Die Über­sicht fin­det sich voll­stän­dig in der LS-Hand­rei­chung D-115, S. 160-162. Sie ist hier um jene Me­tho­den ge­kürzt, die in den Fort­bil­dungs­ma­te­ria­li­en als Ma­te­ria­li­en ent­hal­ten sind. – Die Me­tho­den selbst sind fett ge­druckt, Kur­si­vie­rung kenn­zeich­net die Mög­lich­keit zu bin­nen­dif­fe­ren­zie­ren­dem Ar­bei­ten.


1 Er­ar­bei­tung

Er­ar­bei­tungs­auf­ga­ben mit Ver­gleichs­auf­trä­gen An Er­ar­bei­tungs­auf­ga­ben zu den ein­zel­nen Wer­ken schlie­ßen sich Ar­beits­auf­trä­ge zum Werk­ver­gleich an. Dabei kann – oder soll­te – je nach Klas­sen­si­tua­ti­on eine Zwi­schen­si­che­rung er­fol­gen. Teil­auf­ga­ben sind auch als Haus­auf­ga­be mög­lich. Im Grup­pen­puz­zle kön­nen zu­nächst in Ex­per­ten­grup­pen die Ver­gleichs­tex­te je­weils se­pa­rat er­ar­bei­tet wer­den, bevor in den Stamm­grup­pen die Er­geb­nis­se zu­sam­men ge­tra­gen und die Ver­gleich­s­as­pek­te un­ter­sucht wer­den. Die Ar­beit in die­sen Stamm­grup­pen kann z. B. mit Hilfe der Pla­ce­mat -Me­tho­de er­fol­gen.

Ver­gleich­s­as­pek­te selbst er­mit­teln Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler er­mit­teln zu­nächst in Part­ner­ar­beit sechs wich­ti­ge Ver­gleich­s­as­pek­te (nur die As­pek­te, noch nicht die Er­geb­nis­se des Ver­gleichs). In einer Py­ra­mi­den­dis­kus­si­on wer­den diese Lis­ten in immer grö­ße­rem Rah­men vor­ge­stellt und dis­ku­tiert, bis sich am Ende der ge­sam­te Kurs auf sechs As­pek­te ge­ei­nigt hat. Die nicht aus­ge­wähl­ten As­pek­te wer­den se­pa­rat er­gänzt. Er­fah­rungs­ge­mäß wer­den hier­bei be­reits zahl­rei­che zen­tra­le As­pek­te ge­nannt. Diese wer­den nun auf­ge­teilt und in in­di­vi­du­el­len Re­cher­che-Auf­trä­gen vor­be­rei­tet.

Kurz­vor­trä­ge zu Ver­gleich­s­as­pek­ten Alle Teil­neh­mer er­hal­ten je­weils einen Ver­gleich­s­as­pekt, den sie stich­wort­ar­tig vor­be­rei­ten und in einem ein­mi­nü­ti­gen Vor­trag dar­stel­len, und zwar für eines, zwei oder drei Werke . Dop­pel­be­le­gun­gen sind mög­lich, es soll­ten aber meh­re­re As­pek­te ab­ge­deckt wer­den. Die Zu­hö­rer ma­chen No­ti­zen, z. B. in eine ver­glei­chen­de, nach As­pek­ten sor­tier­te Ta­bel­le. Auf Grund­la­ge die­ser No­ti­zen fas­sen sie nach­her, al­lei­ne oder ar­beits­tei­lig , die Ver­gleich­s­as­pek­te zu­sam­men – münd­lich oder schrift­lich. Diese Me­tho­de eig­net sich zur Er­ar­bei­tung oder – mit kür­ze­rer Vor­be­rei­tungs­zeit – zur Wie­der­ho­lung.

As­pek­te in an­de­ren Be­ar­bei­tun­gen über­prü­fen Zen­tra­le er­ar­bei­te­te As­pek­te zu einer Lek­tü­re wer­den in einer Be­ar­bei­tung für ein an­de­res Me­di­um über­prüft, z. B. an Schlön­dorffs Ver­fil­mung von „Homo faber“ oder einer „Dan­ton“-In­sze­nie­rung. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler über­neh­men dabei Be­ob­ach­tungs­auf­trä­ge , die sich auf Ein­zel­as­pek­te oder auf meh­re­re As­pek­te be­zie­hen kön­nen. Ab­schlie­ßend leis­ten sie einen as­pek­t­ori­en­tier­ten Ver­gleich von Ori­gi­nal und Be­ar­bei­tung.


2 Wie­der­ho­lung, Ver­knüp­fung, Ver­gleich

Kurz­vor­trä­ge zu Ver­gleich­s­as­pek­ten s. o., im Ab­schnitt „Er­ar­bei­tung“.

Be­grif­fe ver­net­zen Ein Spei­cher mit zen­tra­len Be­grif­fen zu den ein­zel­nen Lek­tü­ren wird be­reit­ge­stellt. Die Ler­nen­den ver­bin­den nun zwei die­ser Be­grif­fe ihrer Wahl zu sinn­vol­len Sät­zen, die min­des­tens zwei der be­han­del­ten Werke be­tref­fen. An­spruchs­vol­ler wird diese Übung, wenn mehr als zwei Be­grif­fe oder mehr als zwei der be­han­del­ten Werke be­rück­sich­tigt wer­den. Die Übung kann so­wohl auf der In­halts­ebe­ne an­set­zen und Text­kennt­nis si­chern, dann be­fin­den sich z. B. Namen der Fi­gu­ren, Schau­plät­ze etc. im Spei­cher. In­ter­es­san­ter und für den Werk­ver­gleich viel er­gie­bi­ger ist es aber, wenn die Übung auf der In­ter­pre­ta­ti­ons­ebe­ne an­setzt und der Spei­cher abs­trak­te Be­grif­fe ent­hält (‚Schuld’, ‚Er­in­ne­rung’, ‚Treue’, ‚Se­xua­li­tät’, ‚Spra­che’ ...).

Die Übung kann münd­lich oder schrift­lich durch­ge­führt wer­den. In bei­den Fäl­len – aber auf un­ter­schied­li­chem Ni­veau – wird neben der in­halt­li­chen Ver­knüp­fung der In­hal­te auch deren sprach­li­che Ver­knüp­fung geübt. Sport­lich ori­en­tier­te Ger­ma­nis­ten kön­nen die Übung als Wett­be­werb durch­füh­ren: Wer schafft einen sinn­vol­len Satz mit fünf oder mehr Be­grif­fen, der sich auf alle drei Lek­tü­ren sinn­voll be­zieht? (Da­nach dann aber auch: Wie löst man den sieg­rei­chen Schach­tel­satz in guten Stil auf?) Der Be­griffs­spei­cher kann von der Lern­grup­pe / von einem Teil der Lern­grup­pe er­stellt wer­den. Denk­bar sind auch meh­re­re Wort­spei­cher: In Part­ner­ar­beit er­stel­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sich ge­gen­sei­tig Wort­spei­cher und be­ar­bei­ten diese im An­schluss.

Zahl­rei­che wei­te­re Va­ri­an­ten und Spiel­re­geln sind denk­bar, z. B. die Vor­schrift, je­weils einen Namen und einen abs­trak­ten Be­griff aus dem Wort­spei­cher mit­ein­an­der zu ver­bin­den.

Kar­ten­spiel Zwei Schü­ler spie­len mit- bzw. ge­gen­ein­an­der, ein drit­ter fun­giert als Schieds­rich­ter. Vor ihnen lie­gen, mit der Text­sei­te nach unten, meh­re­re Kar­ten mit Ver­gleich­s­as­pek­ten. Ab­wech­selnd dre­hen die Spie­ler je eine Karte um. Nach kur­zer Be­sin­nung stellt der Um­dre­hen­de kurz dar, was es mit sei­nem As­pekt in den drei (oder zwei) Wer­ken auf sich hat. Ist er dazu nicht oder nur teil­wei­se in der Lage, so darf sich sein Ge­gen­über ver­su­chen. Nur wer den As­pekt für alle Werke dar­ge­stellt hat, darf die Karte be­hal­ten. Dann wird die nächs­te Karte um­ge­dreht. Ge­won­nen hat, wer die meis­ten Kar­ten er­gat­tert hat. Eine drit­te Per­son kann als Schieds­rich­ter fun­gie­ren.

Au­to­ren­ge­spräch Die drei Au­to­ren tref­fen sich in einer mo­de­rier­ten Runde, um über Ein­zel­as­pek­te ihrer Texte zu spre­chen und Ver­glei­che an­zu­stel­len. An­nah­me: Jeder kennt die Werke der an­de­ren. Falls dies zu weit her­ge­holt er­scheint, so kann die Ge­sprächs­run­de auch mit Ex­per­ten für die je­wei­li­gen Werke durch­ge­führt wer­den. Die Zu­hö­rer ma­chen No­ti­zen, z. B. in eine ver­glei­chen­de, nach As­pek­ten sor­tier­te Ta­bel­le. Auf Grund­la­ge die­ser No­ti­zen fas­sen sie nach­her, al­lei­ne oder ar­beits­tei­lig , die Ver­gleich­s­as­pek­te zu­sam­men – münd­lich oder schrift­lich. Zur Vor­be­rei­tung der Ge­sprächs­run­de wird eine Liste mit re­le­van­ten As­pek­ten zur Ver­fü­gung ge­stellt oder ge­mein­sam er­ar­bei­tet.

As­pektspa­zier­gang Im Klas­sen­zim­mer (oder im Schul­haus, auf dem Schul­ge­län­de) sind Be­rei­che bzw. Zonen mar­kiert, denen je­weils ein Ver­gleich­s­as­pekt zu­ge­wie­sen ist. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler gehen paar­wei­se oder in klei­nen Grup­pen umher und un­ter­hal­ten sich über jenen As­pekt, in des­sen Zone sie sich ge­ra­de be­fin­den. Diese Übung wird man sinn­vol­ler­wei­se erst spät, zur Wie­der­ho­lung und Si­che­rung, durch­füh­ren. Dabei wird das Wis­sen er­neut um­ge­wälzt und mit be­stimm­ten Orten ver­bun­den. Das Ge­spräch wäh­rend des Spa­zier­gangs regt das Ge­spräch unter in­ter­es­sier­ten Le­se­rin­nen und Le­sern an, wie es au­ßer­halb schu­li­scher Zu­sam­men­hän­ge statt­fin­det, und si­mu­liert die fla­nie­ren­de Denk­be­we­gung des Es­says, die auch für den Werk­ver­gleich nütz­lich ist. Dabei sind un­ter­schied­li­che Ge­schwin­dig­kei­ten mög­lich, doch wäre Hast ge­wiss kon­tra­pro­duk­tiv.

 

M 11 Wei­te­re Me­tho­den: Her­un­ter­la­den [doc] [42 KB]