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9. Evaluation

 

Schon zu Beginn wurde darauf hingewiesen, dass die hier vorliegenden Arbeitsmaterialien im evangelischen Religionsunterricht in einer 5. Klasse erprobt wurden. Den Abschluss der Unterrichtseinheit bildete erneut eine Anforderungssituation. 1

Im Deutschunterricht sollen alle Schülerinnen und Schüler ein Buch vorstellen. Die Deutschlehrerin hat mit ihrer Klasse fünf Regeln erarbeitet, die bei einer Buchvorstellung zu beachten sind. Jetzt sollen alle Kinder sagen, wel­ches Buch sie neh­men möchten. Die Lehrerin geht alphabetisch vor, deshalb kommt Thomas erst spät dran. Die Bücher, die er auch gerne genommen hätte – „Reckless - Steinernes Fleisch“ von Cornelia Funke, „Gregs Tagebuch“ oder „Krabat“ von Ottfried Preußler – sind leider schon vergeben. Da kommt ihm eine verrückte Idee: Der Religionslehrer hat neu­lich gesagt, die Bibel sei „das Buch der Bücher“! Als die Lehrerin ihn fragt, wel­ches Buch er vorstellen möchte, ant­wortet er: „Ich würde gerne die Bibel vorstel­len – geht das?“ Seine Lehrerin sagt: „Na klar, warum soll das nicht gehen? Und jetzt könnt ihr euch schon mal ein paar Notizen für eure Buchvorstellung machen!“
Erleichtert schaut Thomas noch mal in sein Heft und liest:

    1. Schildere kurz, worum es in deinem Buch geht.
    2. Stelle die Autorin bzw. den Autor vor.
    3. Nenne den Verlag und das Jahr, in dem das Buch erschienen ist.
    4. Gib uns eine Leseprobe: Wähle einen Abschnitt, der dir gut gefällt.
    5. Sage zum Schluss, wem du das Buch empfehlen würdest.

Aufgabe

Schreibe auf, was Thomas sich zu den fünf Punkten notiert.

Die Anforderungssituation ist authentisch, realistisch, altersgemäß und nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler: Buchvorstellungen sind Teil des Deutschunterrichts in Klasse 5 und 6. Wird die Anforderungssituation den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Unterrichtseinheit vorgelegt, kann die Lehrperson aus den Antworten der Schülerinnen und Schüler vor allem Konsequenzen im Hinblick auf den zu erreichenden Standard 1 ableiten: Die Schülerinnen und Schüler „kennen Aufbau und Überlieferung der Bibel“ (...).

Sie eignet sich ebenfalls als Prüfaufgabe am Schluss der Unterrichtseinheit: Die Antwortbei­spiele machen deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler Auskunft geben können über Verfasser und Inhalte, Aufbau und Überlieferungsgeschichte der Bibel; darüber hinaus können sie aus ihnen bekannten Geschichten die auswählen, die für sie repräsentativ für die biblische Botschaft sind (Standard 3: „Die Schülerinnen und Schüler können erklären, dass die Bibel für Christinnen und Christen ‚Heilige Schrift’ ist und damit besondere Bedeutung hat“) und sich deshalb bei einer Buchvorstellung zum Vorlesen eignen; außerdem können sie etwas zu den ursprünglichen Sprachen der Bibel sowie zu ihrer Übersetzung sagen (Standard 2: „Die Schülerinnen und Schüler können exemplarisch biblische Texte zu ihren Entstehungssituationen in Beziehung setzen“).


1. Eine Schülerin schreibt:

      1. Titel: Bibel
      2. Autor/in: Viele
      3. Inhalt: Geschichtsbücher, Lehrbücher, Propheten (AT), Evangelien, Paulusbriefe, üb­rige Briefe, prophetisches Buch (NT)
      4. Preis: Immer unterschiedlich
      5. Gibt es Bilder? Ja, in der Bilderbibel
      6. Wem empfehlen? Allen Leuten auf der Welt
      7. Ausgesuchte Stelle zum Vorlesen: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10, 25-37)
      8. Sprache: Hebräisch (AT), Griechisch (NT)
      9. Geschichte / Überlieferung: Anfangs mündlich, später schriftlich
      10. Übersetzung: Martin Luther und andere

2. Ein Schüler schreibt:

      1. Titel: Bibel
      2. Autor/in: Verschiedene Leute
      3. Inhalt: AT / NT
      4. Preis: 20 Euro
      5. Gibt es Bilder? Nein
      6. Wem empfehlen? Alten Leuten
      7. Ausgesuchte Stelle zum Vorlesen: Barmherziger Samariter
      8. Sprache: Deutsch
      9. Geschichte / Überlieferung: Weitererzählt
      10. Übersetzung: Martin Luther

3. Eine Schülerin schreibt:

      1. Titel: Die Bibel (Das Buch), Die Heilige Schrift
      2. Autor/in: Viele verschiedene Autoren
      3. Entstanden: Anfang vor ca. 3000 Jahren, im babylonischen Exil
      4. Inhalt: Altes und Neues Testament. Im AT stehen Geschichten von Gott und dem Volk Israel. Im NT findet man Geschichten von Jesus und den ersten christlichen Ge­meinden. AT-Teile: Geschichtsbücher, Prophetenbücher, NT-Teile: Geschichtsbücher, Paulusbriefe, übrige Briefe, prophetisches Buch.
      5. Preis: Unterschiedlich
      6. Gibt es Bilder? Nur in Kinderbibeln
      7. Wem empfehlen? 0 bis ... ?
      8. Ausgesuchte Stelle zum Vorlesen: Die Schöpfungsgeschichte (AT), die Weihnachtsge­schichte (NT)
      9. Sprache: AT Hebräisch, NT Griechisch
      10. Übersetzung ins Deutsche: Martin Luther
      11. Geschichte / Überlieferung: Zuerst mündlich erzählt, dann aufgeschrieben

 

Literatur


Umsetzungsbeispiel KompRU mit einem Jugendbuch:
Herunterladen [pdf] [80 KB]


1   Nach einer Idee in Ortswechsel Neuland 5, S. 36.