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9. Stunde: Martin Luther übersetzt die Bibel aus den Ursprachen ins Deutsche

 

Kompetenz:

  • Die Schülerinnen und Schüler können Luthers Bibelübersetzung in Verbindung mit seinen theologischen Überlegungen bringen.

I.
Anbahnung

  • Wiederholung: Martin Luther übersetzt das NT auf der Wartburg

SV

Ein/e oder zwei Schüler/innen tragen vor.

Anforderungssituation :

Der Einstieg wirft die Frage nach einer guten Übersetzung auf und knüpft damit an eine Problemstellung an, mit der Schülerinnen und Schüler im Alltag des Fremdsprachenunterrichts immer wieder beschäftigt sind.

  • Alternativer Einstieg:
    • Ausschnitt aus Interlinearübersetzung vorlesen.
      • Was fällt auf?
M 9.1
  • Kurze Erläuterung: Interlinearübersetzung.

LV/UG

  • Ihr habt Erfahrung mit Übersetzungen und könnt es besser!

    Aufgabe:
    • Korrigiert den Text und bringt ihn in eine gut verständliche Form. Schreibt ihn in schöner Schrift in euer Heft.

AA

II.
Erarbeitung

 

  • Überlegt dann zusammen mit einem Mitschüler/einer Mitschülerin, worauf es eurer Meinung nach bei einer guten und ansprechenden Übersetzung ankommt.
    • Schreibt 2 Richtlinien auf (2 Kärtchen).

AA

 

In der Aufgabenstellung wird
nach unterschiedlichen Anforderungsniveaus differenziert.

Im 1. Schritt überarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Vorlage und im 2. Schritt formulieren sie auf der Metaebene ihre Kriterien .

  • Auswertung (1)
    • Sch. lesen ihre Übertragungen vor und erklären, worauf sie geachtet haben. Mitschüler/innen äußern, was ihnen an den Ergebnissen der anderen auffällt.

SV/
UG

  • Auswertung (2)
    • Kärtchen mit „ Richtlinien“ werden an die Tafel gebracht. Im UG werden die 3 wichtigsten bestimmt.

TA/
UG

III.
Vertiefung
(1)

Wir haben festgestellt, dass Übersetzen ein anspruchsvolles und manchmal mühsames Geschäft ist, wenn man sich um treffende Formulierungen bemüht.

Von Martin Luther wird erzählt, dass er einem Metzger beim Zerlegen eines Hammels über die Schulter geschaut habe, um treffende Formulierungen für die Übersetzung eines biblischen Textes zu finden!

  • Wie kommt ein gelehrter Professor auf diese Idee?

    Welche „Richtlinie“ könnten wir hier ergänzen? Volksnah, anschaulich, alltagsnah, …

UG/
TA

M 9.2

 

 

 

 

Das hier eingesetzte Material, die Übersetzung von Ps 23 von Koberger und Luther im Vergleich, ist an vielen Stellen veröffentlicht und bekannt (vgl. Unterrichtsideen).
Die Entscheidung, es hier aufzunehmen, hängt damit zusammen, dass am alt vertrauten Text Neues entdeckt werden soll.

Die Schülerinnen und Schüler können Luthers Übersetzung in Verbindung mit seinen theologischen Überzeugungen bringen.

Die Aufgabenstellung:

Aufgabe 1 ist die Grundlage für die beiden nächsten Aufgaben.

Aufgabe 2 hat den Fokus auf Luthers Gottesbild. Die Herausforderung dieser Aufgabe besteht darin, mit dem abstrakten Begriff „Gottesbild“ umzugehen und eine Verbindung herzustellen zu Luthers reformatorischer Erkenntnis vom gnädigen und barmherzigen Gott.

Binnendifferenzierung :

Aufgabe 3 verlangt, Zusammenhänge zu erkennen und Beziehungen zu bereits Bekanntem herzustellen, und unterstützt damit nachhaltiges Lernen .

Aufgabe 4 erfordert ebenfalls die Fähigkeit, bereits Gelerntes auf ein anderes Beispiel zu beziehen.

Luther war mit den deutschen Übersetzungen, die es zu seiner Zeit gab, unzufrieden. Er wollte „dem Volk aufs Maul schauen“, so schreiben, dass auch einfache Menschen die biblischen Texte verstehen konnten.

  • Wir schauen uns ein sehr bekanntes Beispiel an. Die ersten Verse seiner Übersetzung des Psalms 23:

    Auftrag:

    vgl. M 9.2 Aufgabe 1 und 2

    Fakultativ:
    • Aufgabe 3  oder 4

AA/
PA

  • Auswertung im Unterrichtsgespräch.

UG

IV.
Vertiefung
(2)

  • Wenn ihr eure Kriterien für Übersetzungen anschaut und diese mit Martin Luthers Übersetzung des Psalms 23 vergleicht, seid ihr dann zufrieden mit seiner Arbeit?

UG

 


10. Stunde: Katharina von Bora


Unterrichtseinheit Reformation: Herunterladen [pdf] [167 KB]