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6. Stunde: Der Reichstag in Worms 1521 und seine Folgen

 

Kompetenz:

  • Die Schülerinnen und Schüler können ausgewählte Punkte der Anklage benennen und erläutern, warum Luther nicht widerrufen hat.

I.
Anbahnung

  • Bild: Paul Thumann (oder Anton von Werner)
    • Bildbetrachtung:
          1. Schritt: Beschreiben
          2. Schritt: Deuten
    • Welche Personen und Gruppen lassen sich identifizieren?
    • Wie wird Luther dargestellt? Held, unerschrocken, ...

Bild vgl. SL.

Eine Kompetenz, die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Schulzeit entwickeln sollten, ist, „ Geschichtsbilder“ kritisch zu hinterfragen . Hier bezöge sich dies auf die ästhetische Kompetenz .

Am Historiengemälde von Thumann lässt sich sehr schön zeigen, dass Geschichtsbilder „Konstruktionen“ sind und dass eine kritische Rezeption erforderlich ist.

  • Luthers Haltung nachstellen und darüber sprechen, wie er wirkt, wie die Situation ist, wie man ihn „ins Bild stellen“ könnte …
SV
  • Kritische Rezeption: Der Künstler hat 200 Jahre nach Luther etwas zeigen wollen. Was erkennt ihr an seiner Darstellung Luthers?
  • Vergleicht mit euren Ideen, Luther „ins Bild zu stellen“.
UG

II.
Erarbeitung
(1)

Wir wollen dem Geschehen so nahe wie möglich kommen und schauen uns deshalb einige kurze Auszüge aus Quellentexten an. In ihnen werden die Positionen, die sich gegenüberstanden, deutlich.

 

 

Im Umgang mit den Quellen erfassen die Schülerinnen und Schüler die Konfliktstellungen und können Ursachen und Wirkung in historischen Entwicklungen beschreiben.

 

  • Arbeitsauftrag vgl. AB M 6.1
    Arbeit an Quellentexten zu Worms

  • Auswertung im Vortrag mit verteilten Rollen.

AA/
M 6.1
EA
TA

III.
Vertiefung
(1)

Luther beruft sich auf sein Gewissen und will mit der Bibel widerlegt werden.

  • Ein Ratgeber des Kaisers sagt: „Das Gewissen zählt nicht!“
    Nehmt Stellung zu der Äußerung und bedenkt dabei, welche grundsätzliche Gefahr der Ratgeber des Kaisers im Auge hat.

UG

Dem Thema „Gewissen“ sollte hier ein Gesprächsgang eingeräumt werden, weil es um eine Grundlage protestantisch-ethischen Argumentierens geht. Indem im Unterricht immer wieder auf wesentliche Denkfiguren und Modelle eingegangen wird, können Schülerinnen und Schüler ethische Kompetenz entwickeln .

IV. Erarbeitung
(2)

Das Ende des Prozesses: Das Wormser Edikt

  • Arbeitsauftrag:
    • Für den Glauben das eigene Leben aufs Spiel setzen? ( M 6.2 )
  • Auswertung:
    • Rollenspiel

AA/ GA
M 6.2

Aufgabenkultur
Der Arbeitsauftrag schult einerseits den genauen Umgang mit den Quellen , bewegt sich damit auf der Ebene der Reproduktion, weiter geht er aber darüber hinaus, indem mögliche Konsequenzen antizipiert werden.
Die Schülerinnen und Schüler können auf diese Weise die existentielle Dramatik des historischen Konfliktes erfassen und darstellen.

V.
Vertiefung
(2)

Historisch sind wir hier an einer Weichenstellung! Die Verfolgten müssen aufgeben oder sich schützen.

  • Wäre hier eurer Meinung nach eine Spaltung der Kirche noch zu vermeiden gewesen?

UG

 



7. Stunde: Rückblick und Ausblick – Vertiefen und Üben


Unterrichtseinheit Reformation: Herunterladen [pdf] [167 KB]