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Selbsteinschätzung und Feedback


Neben den interpretatorischen Fähigkeiten werden durch das Rollenspiel in besonderer Weise personale und soziale Kompetenzen der Griechisch-S gefördert, die ja häufig zu einem Schülertypus gehören, der eher still und zurückhaltend ist. Dies geschieht im szenischen Spiel selbst, bei dem der einzelne in hohem Maße seine Selbst- und Fremdwahrnehmung schulen kann. Damit die S aber auch lernen, ihr Spiel zu reflektieren und sich selbst und andere in der Entwicklung ihrer spielerischen Fähigkeiten angemessen einzuschätzen, sollen sie sich mehrfach (mindestens dreimal) mithilfe eines vorgegebenen Kompetenzrasters bewerten.

Zu Beginn des Rollenspiels kann ein Feedback in der Lerngruppe erfolgen nach dem Muster: „Bei drei Stärken verträgt man eine Schwäche!“ 1 D. h. unter Moderation der Lehrperson benennen die Mit-S, die sich melden, zuerst drei Dinge, die der Spielerin / dem Spieler besonders gelungen sind und dann einen Aspekt, den sie / er verbessern kann. Eine solche Form der Rückmeldung ist zu Beginn für S leichter anzunehmen und einfacher umzusetzen als ein differenziertes Feedback.

Die Einschätzung mit dem Kompetenzraster sollte so erfolgen, dass die einzelnen S sich zunächst selbst einschätzen und dann die Einschätzung durch einen der Mit-S erhalten. Denkbar ist auch, dass die Lehrperson eine Einschätzung abliefert und diese mit der Wahrnehmung des S abgleicht. Nach diesem System ist es dann auch möglich, das Rollenspiel in die mündliche Notengebung miteinzubeziehen. Klar ist, dass bestimmte Kompetenzen sehr hohe Anforderungen stellen und damit einen Expertenstandard repräsentieren, den nicht alle erreichen müssen: Z. B. ist nicht von allen S zu erwarten, dass sie „eigene Spielanlässe und Personenkonstellationen entwickeln“ können.

 


1   Nach dem Beratungsmodell von Peter Krapf (zit. n. Winger/ Zodel 2004, S. 26).

 

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