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Aufgaben / Impulse


1. Nehmen Sie zu folgenden Thesen Stellung, und begründen Sie mit griechischen Zitaten, welche Ihnen einleuchten und welche nicht!

  1. Alkestis möchte ihrem Ehemann das Weiterleben möglichst leicht machen.
  2. Alkestis macht ihrem Ehemann ein schlechtes Gewissen.
  3. Alkestis geht mit guten Gefühlen in den Tod.
  4. Alkestis fällt es schwer, den Tod auf sich zu nehmen.
  5. Alkestis geht mit sich und der Welt versöhnt aus dem Leben.
  6. Alkestis spricht an einigen Stellen wenig taktvoll zu Admet.

 

2. Nehmen Sie an, Euripides wäre später mit seiner Alkestis-Rede unzufrieden gewesen und hätte sie überarbeitet. Dabei ist folgender Text (in deutscher Übersetzung) entstanden. Vergleichen Sie beide Fassungen, und arbeiten Sie heraus, welchen unterschiedlichen Charakter Alkestis jeweils erhält!

Mein geliebter Mann, gerne sterbe ich für Dich. Ich kann nicht sagen, dass es mir leicht fällt, aus dem Leben zu gehen. Deshalb verstehe ich auch gut meine Schwiegereltern, die diesen Schritt nicht tun konnten. Aber ich sehe für mich keine andere Alternative: da ich Dich über alles liebe, bin ich auch bereit, für Dich alles zu geben. Ich wollte immer, dass du glücklich bist, und deshalb schenke ich Dir auch mein Leben: Lebe weiter, und sei so glücklich, wie ich es für Dich wünsche!

Eine Sache bedrückt mich: Ich mache mir große Sorgen um unsere Kinder, um die ich mich jetzt nicht mehr kümmern kann. Ich weiß, Du als mein Mann wirst alles in Deiner Macht Stehende tun, um sie zu schützen. Und wenn Du wieder eine Ehe eingehen wirst, habe ich volles Vertrauen, dass Du die richtige Frau auch für die Kinder finden wirst.

Ich muss jetzt sterben, und das ist schwerer, als ich es gedacht habe. Es ist nicht leicht, auch wenn ich mein Leben für den besten Mann gegeben habe. Ich tue nichts Besonderes, jede Frau, die ihren Mann liebt, hätte das getan. Lebe wohl, mein lieber Mann, und überwinde Deine Traurigkeit!

 

3. Mit unserer Kommunikation drücken wir nicht nur bestimmte Mitteilungen oder Inhalte aus, sondern wir sagen, wenn wir sprechen, immer auch etwas über den anderen und wie wir die Beziehung mit ihm empfinden. Informieren Sie sich mit Hilfe des Sachtextes „Das Vier-Seiten-Modell der Kommunikation“, und stellen Sie heraus, was Admet auf dem „Beziehungsohr“ hören könnte!

Sie können sich dabei auch von den beiden folgenden erfundenen Tagebucheinträgen des Admet anregen lassen. Führen Sie die beiden Tagebucheinträge fort, und überlegen Sie, welche Version Sie für wahrscheinlicher halten!

Tagebucheintrag Admets - Version 1:

Meine Frau macht etwas Einzigartiges für mich. Ich bin ihr unendlich dankbar. Aber je länger ich über ihre Abschiedsrede nachdenke, umso mehr machen mich manche ihrer Äußerungen ärgerlich. Alkestis macht mir versteckte Vorwürfe. Sie sagt, dass sie nicht ohne Mann leben und keine Waisenkinder erziehen wolle. Das bedeutet ja, dass ich genau dies tue. Sie setzt mich herab. Und dann spricht sie darüber, was passiert, wenn ich eine neue Frau heirate ......

Tagebucheintrag Admets - Version 2:

Apoll sei Dank: Alkestis liebt mich. Sie ist vorbehaltlos bereit, für mich zu sterben. Und so wie sie jetzt von mir Abschied nimmt, ist dies für mich zwar schmerzlich, aber ich spüre, dass sie mit guten Gefühlen von mir geht, dass sie mit allem im Reinen ist und keinen Zweifel über den Sinn ihres Sterbens empfindet. Deshalb kann auch ich mit guten Gefühlen weiterleben. Sie liebt mich so sehr, dass sie sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen kann. Auch ich kann mir ein Leben ohne sie nicht gut vorstellen. Deshalb hat Alkestis völlig recht, was sie über eine Wiederheirat sagt ....

 


Unterrichtsmodelle zur Förderungen der personalen Kompetenzen bei der Interpretationsarbeit: Herunterladen [doc][623 KB]

 

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