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Einführung und Überblick

5. Lernstandsdiagnosen und Binnendifferenzierung in der Kursstufenlektüre am Beispiel des „Gorgias“ Platons

5.1 Einführung und Überblick

In der folgenden Unterrichtseinheit wird ein Abschnitt aus dem „Gorgias“ behandelt, in dem die Titelfigur definiert, was die Wirkung und das Wesen der Rhetorik ist. Zu Beginn der Einheit steht eine Lernstandsdiagnose, in der alle Aspekte, die während einer solchen Einheit wichtig sind, berücksichtigt sind (Wortschatz, Formenlehre, Satzlehre, Textkompetenz, Kenntnisse der kulturellen, philosophischen und politischen Hintergründe).

In einem zweiten Schritt werden verschiedene Übungsformen vorgestellt, welche die Defizite ausgleichen, die Kenntnisse und Fähigkeiten festigen und vertiefen sollen. Es wird davon abgesehen, diese Übungen passgenau für das jeweilige Ergebnis der Eingangsdiagnose zu erstellen. Vielmehr werden verschiedene Wege, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bereit gestellt und die jeweilige Lehrerin / der Lehrer wird leicht die geeigneten Übungen auswählen können. Evtl. können auch die Ss. dasjenige üben, was ihnen selbst besonders sinnvoll erscheint. Die sicherlich notwendige Binnendifferenzierung ergibt sich also durch die je besonderen Umstände des Unterrichts und soll nicht starr vorgegeben werden.

Beim nächsten Abschnitt wird der Text erschlossen und übersetzt. Hier sind binnendifferenzierte Angebote sinnvoll und werden deshalb auch vorgegeben. Die drei Versionen enthalten jeweils mehr Hilfen, die unterschiedliches Können der Ss. ausgleichen sollen. Dabei wird darauf geachtet, dass auch die Version mit den meisten Hilfen die Ss. aktiv hält. In vielen Fällen lässt sich die Hilfe aus dem Übungsmaterial gewinnen, so dass die Ss. nach einer vorausgegangenen Trainingsphase weitgehend selbstständig arbeiten können.

Bei der Textauswertung und der Interpretation, dem nächsten Schritt, wird wieder so wie bei den Übungen verfahren. Es werden unterschiedliche Angebote gemacht, die zu einer unterschiedlich tiefen Beschäftigung mit dem Text und seiner Problematik führen. Die zu Beginn vorgeschlagenen Aufgaben zielen in jedem Fall auf ein gesichertes Textverständnis ab, von dem ausgehend die einen weiteren Horizont aufspannenden Aufgaben (Transfer, Rezeption, Vergleiche, Bewertungen etc.) gelöst werden können.

Bei der Diagnose am Ende der Einheit nehmen die interpretatorischen und bewertenden Aufgaben einen größeren Raum ein als zu Beginn der Einheit, da die Beschäftigung mit dem Text ja erst vermittelt hat, was hier konkret von den Ss. gezeigt werden soll.

 


Lernstandsdiagnosen und Binnendifferenzierung in der Kursstufen-Lektüre:
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