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Förderung personaler Kompetenz bei der Interpretation


In der „Ilias“ sind zwei Figuren in ihrem kommunikativen Handeln interessant. Zum einen hält Agamemnon eine Trugrede (Ilias II, 110-151) und offenbart dabei eine katastrophale Fehleinschätzung der eigenen Worte, ihrer Wirkung und der emotionalen und mentalen Situation seiner Untergebenen, an die er die Rede richtet. Agamemnon will sich des Kampfeswillen der Griechen versichern und wählt dafür eine paradoxe Strategie. Indem er die Achaier dazu auffordert, den Krieg gegen die Troer als verloren anzusehen und die Heimreise anzutreten, möchte er die entgegengesetzte Reaktion provozieren, dass sie umso engagierter den Kampf wieder aufnehmen.

Zum anderen erweist sich Odysseus wenig später (Ilias, II, 278-335) als ein Redner, der das von Agamemnon verursachte Unheil wieder beseitigen kann. Mit seiner Rede zeigt er, dass er rhetorisch adäquat reagieren und die Masse der Achaier in seinem Sinn beeinflussen kann.

 


Unterrichtsmodelle zur Förderungen der personalen Kompetenzen bei der Interpretationsarbeit: Herunterladen [doc][623 KB]

 

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