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Station 7

„Es ist dir gesagt, was gut ist!“

Woher kommen die Zehn Gebote?

Diese Station bearbeitest du alleine. Zuvor musst du Station 4 und Station 5 bearbeitet haben.

Arbeitsaufträge:

Lies zuerst die biblische Erzählung von der Offenbarung der Zehn Gebote aufmerksam.
Beantworte dann folgende Fragen schriftlich in deinem Arbeitsheft:

  1. Was erzählt Gott hier über sich?
  2. Welche Verpflichtungen beinhaltet der Freundschaftsbund zwischen Gott und den Menschen für beide Seiten?
  3. Warum erzählen sich die Israeliten diese Geschichte, bevor sie sich die Zehn Gebote in Erinnerung rufen?

Die Offenbarung der Zehn Gebote
Endlich kamen die Israeliten zum Gottesberg. Auf der Ebene am Fuß des Berges fanden sie einen Lagerplatz. Dort stellten sie ihre Zelte auf. Mose aber stieg auf den Berg. Gott sprach zu ihm: „Sag den Israeliten: Ich, euer Gott, habe euch bis hierher gebracht. Kein Mann, keine Frau und kein Kind ist auf dem Weg verhungert. Niemand ist verdurstet. Alles, was es auf der Erde gibt, habe ich geschaffen, alle Pflanzen, Tiere und Menschen. Mit euch Israeliten aber habe ich etwas Besonderes vor. Ich will einen Freundschaftsbund mit euch schließen. Wie ein Mann und eine Frau einander auswählen, so wähle ich euch aus. Ihr seid für mich wie eine Braut. Ich beschütze euch. Ihr aber müsst meine Gebote halten. Mose stieg vom Berg wieder hinunter in die Ebene. Das ganze Volk kam zu ihm. Er wiederholte den Israeliten alles, was Gott zu ihm gesprochen hatte. „Gott will mir in drei Tagen seine Gebote geben“, fuhr er fort. „Darum sollen die nächsten Tage Feiertage sein. Wandert nicht umher! Bleibt im Lager! Niemand darf auf den Berg steigen außer mir. Nicht einmal mit dem Fuß dürft ihr ihn berühren!“ Am anderen Morgen hüllte eine dichte Wolke den Gottesberg ein und es bebte gewaltig. Wie Posaunen tönte es aus dem Nebel. Da bekamen die Israeliten Angst. Mose aber stieg auf den Berg. Als die Zeit gekommen war, gab ihm Gott die Gebote und sprach: „Ich bin der Herr, dein Gott, ...“

Laubi, Werner: Offenbarung der Zehn Gebote; aus: Kinderbibel; Laubi/Fuchshuber, © Verlag Ernst Kaufmann

Lies nun den Lexikonartikel auf dieser Seite und beantworte auch folgende Fragen schriftlich:

  1. Welche Gemeinsamkeiten zur biblischen Erzählung auf der Vorderseite findest du darin?
  2. Welche Unterschiede zwischen Lexikonartikel und biblischer Erzählung findest du?
  3. Welche Version über die Entstehung der 10 Gebote hältst du für wahrscheinlicher? Sammle deine Gründe.
  4. Wie sind eure Klassenregeln am Beginn des Schuljahres entstanden? Mit welchem Text lässt sich dies eher vergleichen? Warum?

Aus einem Bibel-Lexikon:
„Die Israeliten waren aus der babylonischen Gefangenschaft entlassen worden und in ihre Heimat zurückgekehrt. Jetzt musste das Zusammenleben im Land neu geordnet werden. Es waren Regeln notwendig, die dafür sorgten, dass nicht jeder einfach machte, was er wollte. Ein Zusammenleben sollte mit solchen Regeln besser gelingen. In dieser Zeit sind vermutlich die Zehn Gebote entstanden. Die Israeliten erinnerten sich an die Zeit einer anderen Knechtschaft in Ägypten zurück, aus der sie Gott zum ersten Mal befreit hatte. Sie erinnerten sich daran, was sie mit Mose und allen anderen Gottesfrauen und -männern bisher erlebt hatten. Sie dachten daran, wann ihnen das Leben so gut geglückt war, dass es eine Freude für Gott war. Und so formulierten sie einen „Mindest-Katalog“ von Regeln, das "Zehnwort", den „Dekalog“. Jedes Kind sollte sich dieses „Zehnwort“ an seinen Fingern aufzählen und sich einprägen können.“



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