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Umsetzung des Kompetenzmodells

Im Folgenden sind die Kriterien kompetenzorientierten Unterrichtens (fett gedruckt), wie sie von der ZPG-Arbeitsgruppe festgelegt worden sind, exemplarisch auf die U-Module zu den Themenfeldern „Hinduismus/Buddhismus“ und „Leid und Tod“ (jeweils in Auszügen) bzw. zur Gestaltung eines Schulgottesdienstes angewandt.

Kompetenzen sind

  1. Wissen und Fähigkeiten

    Die U-Module zielen auf den Zuwachs von Wissen. Über den Einstieg, in der Regel eine Anforderungssituation, wird jeweils eine indirekte Lernstandserhebung durchgeführt. Am Ende steht nicht nur der Wissenserwerb bez. des Redens von Gott, sondern auch ein performatives Element , in dem sich der Wissenszuwachs überprüfen lässt. Die S eignen sich die Fähigkeit an, im Zusammenhang interreligiösen Lernens und/oder der Theodizeeproblematik das Profil des christlichen Gottesbildes genauer zu bestimmen bzw. theologisch und entwicklungspsychologisch verantwortbare „Bausteine“ eines Schulgottesdienstes zu entwerfen.

  2. Einstellungen, Haltungen, Bereitschaften

    Die U-Module fördern die Einstellung der S, mit dem Thema „Gottesbilder“ – im Kontext des christlichen Glaubens wie auch anderer Weltreligionen – sensibel und verantwortlich umzugehen. Sie motivieren ebenso zum Engagement bei der Gottesdienstvorbereitung. 

  3. komplex und Ergebnis eines längerfristigen Prozesses

    Die Vernetzung mit dem Kerncurriculum Kath. Religion zeigt, dass die U-Module auf wichtigen „Vorarbeiten“ in den Standardzeiträumen 5/6 und 7/8 hinsichtlich der Gottesbilder (inhaltlich: Gott als Schöpfer; Jesu Gottesbild usw.), aber auch der sprachlichen Kompetenzen (Bildsprache, Gleichnisse) beruhen.
    Das Curriculum wird im Standardzeitraum 11/12 fortgesetzt.

  4. fachspezifisch und/oder fächerübergreifend

    Was die Bildsprache betrifft, so legt auch der Deutschunterricht in den Jahrgangsstufen vor Klasse 10 eine wichtige Basis: Vergleich, Metapher, Symbol, Gedicht, Fabel, Parabel usw. – diese Begriffe werden im Deutschunterricht gelernt und angewandt.


Ein Unterricht, der auf den Erwerb von Kompetenzen zielt

  1. wird von seinem langfristigen Ziel her konzipiert und gestaltet

    Nachhaltiges Lernen ist wiederholendes und sich spiralförmig erweiterndes und vertiefendes Lernen. Das vorliegende Material zeigt die curriculare Vernetzung und den „roten Faden“ der Gottesfrage auf (siehe Schema zur „Aufbaulogik“, Punkt 1.2).

  2. orientiert sich an der Schülerin / am Schüler

    • bezieht sich, wenn immer möglich, auf die Lebenswelt der Schülerin/des Schülers
      Das relativ abstrakte Thema „Gottesbilder“ wird z.B. durch die Gestaltung eines Gottesdienstes konkretisiert und in der Lebenswelt der S verankert. Die Vorbereitung eines solchen Gottesdienstes ist realistisch und auf die Schule als ein Stück Lebensraum bezogen (Schulkultur).
      Sowohl in den Anforderungssituationen als auch den Transferaufgaben bzw. der Lernkontrolle aller drei Themenfelder wird der Bezug zur Lebenswelt der S hergestellt.

    • nimmt die Schülerin / den Schüler als Subjekt des Lernprozesses ernst und unterstützt das eigenverantwortliche Lernen
      Die U-Module der beiden Themenfelder „Hinduismus/Buddhismus“ und „Leid und Tod“ nehmen den Schüler durch das unterrichtliche Arrangement als Lernsubjekt ernst und fördern durch ihre Arbeitsanweisungen das eigenverantwortliche Lernen. Dies ist besonders auch in der UE zur Gottesdienstgestaltung intendiert. Hier durchläuft der Arbeitsprozess drei Stufen: ein erster Versuch der Gottesdienstgestaltung – weitgehend selbstständige Erarbeitung von Kriterien zur Überprüfung der „Bausteine“ und Anwendung der Kriterien – Verbesserung bzw. Neugestaltung der Gottesdienstelemente.

  3. ermöglicht der Schülerin/dem Schüler den eigenen Kompetenzzuwachs zu erkennen

    Am Ende können die S ihren Kompetenzzuwachs überprüfen, inhaltlich (Fachkompetenz) wie auch hinsichtlich des Lern- und Arbeitsprozesses (Sozialkompetenz, Personale Kompetenz, Methodenkompetenz). Dazu können sie zwei Fragebogen beantworten (M4.5), die ausgewertet und deren Ergebnisse besprochen werden.

    Bezogen auf den Gottesdienst könnte die ertragreichste Überprüfung die Neuformulierung der Gottesdiensttexte sein oder auch die Aktualisierung von Psalm 23 (siehe „Optionen“).

  4. fördert Nachhaltigkeit durch Vernetzung und eine Wiederholungskultur

    Die vorliegende Konzeption zeigt, wie die „Frage nach Gott“ in jedem Standardzeitraum vertikal, also „nach hinten“ und „nach vorne“, verknüpft ist. D.h. Von den Jahrgangsstufen 5/6 bis 11/12 lässt sich eine „Aufbaulogik“ entwickeln, die Wiederholungen, Erweiterungen und Vertiefungen ermöglicht. Auch horizontale Verbindungen, z.B. zur LPE „Bibel verstehen“, sind intendiert.

  5. überprüft den Zuwachs an Kompetenzen

    Den Kompetenzzuwachs können die Schülerinnen und Schüler selbst u.a. anhand von Fragebogen überprüfen. Die Transfer-Aufgaben dienen dazu, das Gelernte in neue Aufgabenstellungen zu übertragen, deren Ergebnisse – mit Hilfe der fachlichen Kompetenz der Lehrkraft – kritisch bewertet werden müssen.

 

Umsetzung des Kompetenzmodells: Herunterladen [doc] [35 KB]

Umsetzung des Kompetenzmodells: Herunterladen [pdf] [77 KB]