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Kompetenzorientierung


Interkulturelle Kompetenz : Fähigkeit, mit der anderen Kultur in Kommunikation zu treten und sich mit ihr zu verständigen.

Interreligiöse Kompetenz : teilweise mit der interkulturellen Kompetenz verwoben; der Bezug zu Gott/Transzendenz steht im Zentrum.

Interreligiöses Lernen im weiteren Sinn: Erweiterung des eigenen religiösen Horizonts.

Interreligiöses Lernen im engeren Sinn: direkte Begegnung, Dialog, Zusammenleben.

Einzelkompetenzen

  • Wahrnehmen (ganzheitlich, ästhetisch, offen für Irritationen);
  • Verstehen, erkennen, das eigene und das andere Sinnsystem vergleichen (Bezugspunkte z.B.: heilige Schrift, Sakralraum, Fest und Feier, Lebensweg);
  • Sprachfähigkeit erweitern, verschiedene „Codes“ beachten, sprachliche „Brücken“ entwickeln (übergreifende Kategorien, Paraphrasen, Beschreibungen);
  • Empathie entwickeln;
  • sich in die Perspektive des anderen versetzen;
  • sich der eigenen Perspektive, ihrer Voraussetzungen bewusst werden;
  • in einen Dialog eintreten, Voraussetzungen für das Gelingen eines Dialogs kennen (Respekt, Akzeptanz), sich verständigen;
  • im Dialog die eigene Identität weiterentwickeln;
  • andere und eigene Werte in Bezug setzen (Gemeinsamkeiten/Universalien und Differenzen), Kooperationsmöglichkeiten suchen;
  • Spiritualität der religiösen Erfahrung erspüren und zur eigenen Spiritualität in Bezug setzen.

 

Kompetenzen des Bildungsplans (BW 2004)

  1. Kompetenzorientierung (Auswahl: Leitgedanken zum Kompetenzerwerb mit Bezug zum interreligiösen Lernen)

    Religiöse Kompetenz

    • Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeleitet, anderen Religionen und Kulturen achtsam zu begegnen.
    • Sie werden befähigt zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen.
    • Sie werden gefördert, Entscheidungen anderer zu verstehen und zu tolerieren.

    Fachkompetenz

    • Die Schülerinnen und Schüler verstehen religiöse Zeugnisse früherer Generationen und anderer Kulturen in ihrem Entstehungszusammenhang und in ihrer Wirkungsgeschichte und sind in Ansätzen befähigt zum interkonfessionellen und interreligiösen Dialog.

    Personale Kompetenz

    • Die Schülerinnen und Schüler lernen, ihr Selbstverständnis zu artikulieren und es in Bezug zu biblisch-theologischen und anderen Lebenskonzepten zu reflektieren.
    • Sie finden schrittweise zu einem eigenen Standpunkt und können ihn argumentativ vertreten.

    Soziale Kompetenz

    • Die Schülerinnen und Schüler nehmen die Perspektive anderer ein und entwickeln Empathie.
    • Sie werden fähig, Fremden unvoreingenommen zu begegnen und Vorurteile zu durchschauen.

    Methodenkompetenz

    • Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Eigenart religiöser Sprache, ihrer Bilder Symbole und Begriffe, und lernen, angemessen mit ihr umzugehen.
  2. Standards (Auswahl: interreligiöses Lernen, Schwerpunkt Islam)

    Dimension „Welt und Verantwortung“

    • Die Schülerinnen und Schüler können exemplarisch aufzeigen, in welchem Maße Gesellschaften durch Religionen wie das Christentum und den Islam geprägt sind. (Kl. 8)

    Dimension „Hermeneutik: Bibel und Tradition“

    • Die Schülerinnen und Schüler können aufzeigen, wie Menschen versuchen sich in unterschiedlichen Ausdrucksweisen der Wirklichkeit Gottes anzunähern. (Kl. 10)

    Dimension „Die Frage nach Gott“

    • Die Schülerinnen und Schüler können einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Gottesvorstellungen im Islam und im Christentum benennen. (Kl. 8)
    • Sie können erklären, warum der Glaube der Muslime an Allah dem biblischen Gottesglauben sehr nahe steht. (Kl. 8)

    Dimension „Jesus der Christus“

    • Die Schülerinnen und Schüler können den zentralen christlichen Festen die Ursprungsgeschichten zuordnen (Kl. 6).

    Dimension „Religionen und Weltanschauungen“

    • Die Schülerinnen und Schüler können vom islamischen Glauben erzählen: das wichtigste Gebet/Bekenntnis, das wichtigste Fest, die Heilige Schrift, der Versammlungsort, der Glaube an den einen Gott. (Kl. 4!)
    • Die Schülerinnen und Schüler können vom jüdischen Glauben erzählen: das wichtigste Gebet/Bekenntnis, das wichtigste Fest, die Heilige Schrift, der Versammlungsort, der Glaube an den einen Gott. (Kl. 4!)
    • Sie sind in Ansätzen befähigt zu einem Gesprächsaustausch mit Menschen islamischen Glaubens. (Kl. 8)
    • Sie können die Bedeutung Muhammads für die Muslime in Ansätzen erläutern und mit der Bedeutung vergleichen, die Jesus Christus für Christen hat. (Kl. 8)
    • Die Schülerinnen und Schüler sind aufgrund eines kritischen und selbstkritischen Vergleichs in Ansätzen zu einem Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen befähigt. (Kl. 10)

 

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