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Vorbereitung eines Moscheebesuchs

10.1 Methodisch-didaktische Hinweise


Was ist im Vorfeld zu bedenken (Regeln)?

Die Kontaktaufnahme (Vorgespräch) sollte die Lehrerin/der Lehrer selbst übernehmen und die Räumlichkeiten am besten vorher schon besuchen.
Der Besuch sollte rechtzeitig und verbindlich mit klarem Zeitrahmen abgesprochen werden. Die Gastgeber sollten die genaue Besucherzahl kennen.
Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass höfliches Verhalten von ihnen erwartet wird. Die Besucher ziehen beim Betreten der Moschee die Schuhe aus. Sie sollen angemessene Kleidung tragen, z.B. keine Strand- oder Sportkleidung. Ob eine Kopfbedeckung nötig ist, ist mit dem Gastgeber abzusprechen. Unterschiedliche Erwartungen an Männer- und Frauenrollen sind zu respektieren. Darüber sollten die Eltern im Vorfeld auch informiert werden.
Der Verlauf des Besuchs sollte einvernehmlich vorbesprochen werden. Dabei kann man klären, wieweit den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten, selbst zu erkunden, gegeben werden können und welchen Raum das Gespräch zwischen Gastgebern und Schülern einnehmen soll. Es geht darum, taktvoll auszuloten, ob Erkundung und Gespräch über eine bloße Führung hinaus möglich sind. Dabei dürfen die Gastgeber (und die Schülerinnen und Schüler) – vor allem bei einem Erstbesuch – nicht überfordert werden. In der Klasse erarbeitete Fragen kann man vielleicht im Vorfeld schon weiterleiten.
Der Schulleitung gegenüber gelten die Vorgaben für außerunterrichtliche Veranstaltungen. Zur Begründung kann auf den Bildungsplan bzw. das Schulcurriculum verwiesen werden.

Wie können Schülerinnen und Schüler beim Moscheebesuch aktiv werden, selbst entdecken?

Schülerinnen und Schüler können evtl. im Unterricht erarbeitete Fragen stellen.

  • Zur Wahrnehmung der Architektur, des Raumes:
    • Grundriss der Moschee zeichnen lassen
    • Höhe des Minaretts, Abmessungen des Raumes schätzen lassen
    • Gebäudeteile den Himmelsrichtungen zuordnen lassen (Kompass)
    • ein Schüler/eine Schülerin, eine kleine Schülergruppe darf vielleicht eine Fotodokumentation machen (Minarett, Mihrab, Minbar, Kalligraphie usw.)

  • Zur ästhetischen Wahrnehmung:
    • Kalligraphie wahrnehmen, evtl. zeichnen lassen
    • Hören des Gebetsrufs oder einer Rezitation
    • Hören von religiöser Musik

  • Zur spirituellen Wahrnehmung:
    • Stille im Raum erfahren
    • eventuell Gebetshaltung selber erfahren
    • vielleicht kann am Schluss ein Segen (zu)gesprochen werden

In einem mitgebrachten Heft oder Buch können die Schülerinnen und Schüler am Schluss ihre Eindrücke notieren. Später können Fotos hinzugefügt werden. Eventuell ist das Buch auch ein geeignetes Geschenk an die Gastgeber.

 

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