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Youcat

M5.2 Youcat: Woran Christen glauben (Auszüge)

Aufgabenstellung

  1. Lest die nachstehenden Texte aus dem Youcat (Jungendkatechismus der Katholischen Kirche) und stellt die wesentlichen Aspekte des christlichen Gottesglaubens zusammen.
  2. Formuliert einen eigenen Text zur Frage: „An welchen Gott glauben wir?“

  • 30 Warum glauben wir an nur einen Gott?

    Wir glauben an nur einen Gott, weil es nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift nur einen Gott gibt und nach den Gesetzen der Logik auch nur einen geben kann.
    Gäbe es zwei Götter, so wäre der eine Gott die Grenze des anderen; keiner von beiden wäre unendlich, keiner vollkommen; insofern wäre keiner von beiden Gott. Die grundlegende Gotteserfahrung Israels lautet: „Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig (Dtn 6,4). Immer wieder rufen die Propheten dazu auf, von den falschen Göttern zu lassen und sich zu dem einen Gott zu bekehren: Ich bin Gott, und sonst niemand (Jes 45,22).
  • 35 Glauben wir an einen Gott oder an drei Götter?

    Wir glauben an einen Gott in drei Personen (Trinität). „Gott ist nicht Einsamkeit, sondern vollkommene Gemeinschaft.“ (Benedikt XVI., 22.05.05).
    Christen beten nicht drei verschiedene Götter an, sondern ein einziges Wesen, das sich dreifach entfaltet und doch eins bleibt. Dass Gott dreifaltig ist, wissen wir von Jesus Christus: Er, der Sohn, spricht von seinem Vater im Himmel („Ich und der Vater sind eins“, Joh 10,30). Erbetet zu ihm und schenkt uns den Heiligen Geist, der die Liebe des Vaters und des Sohnes ist. Getauft werden wir deshalb „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,19).
  • 36 Kann man logisch erschließen, dass Gott dreifaltig ist?

    Nein. Gottes Dreifaltigkeit( Trinität) ist ein Geheimnis. Wir wissen nur durch Jesus Christus von der Dreifaltigkeit Gottes.
    Menschen können die Dreifaltigkeit Gottes mit den Mitteln ihrer eigenen Vernunft nicht erschließen. Sie erkennen aber die Vernünftigkeit dieses Geheimnisses, wenn sie die Offenbarung Gottes in Jesus Christus annehmen. Wäre Gott allein und einsam, könnte er nicht von Ewigkeit her lieben. Von Jesus erleuchtet, finden wir schon im Alten Testament (z.B. Gen 1,2; 18,2; 2 Sam 23,2), ja sogar in der ganzen Schöpfung Spuren der Dreifaltigkeit Gottes.
  • 37 Wieso ist Gott „Vater“?

    Gott verehren wir schon allein deshalb als Vater, weil er Schöpfer ist und sich voller Liebe seiner Geschöpfe annimmt. Jesus, der Sohn Gottes, hat uns darüber hinaus beigebracht, seinen Vater als unseren Vater anzusehen und als „Vater unser“ anzusprechen.
    Verschiedene vorchristliche Religionen kennen schon die Gottesanrede „Vater“. Schon vor Jesus sprach man in Israel Gott als den Vater an (Dtn 32,6; Mal 2,10) und wusste dabei, dass er auch wie eine Mutter ist (Jes 66,13). Vater und Mutter stehen in der menschlichen Erfahrung für Ursprung und Autorität, für das Bergende und Tragende. Wie Gott als Vater wirklich ist, zeigt uns Jesus Christus: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh14,9). Im Gleichnis vom verlorenen Sohn spricht Jesus die tiefsten menschlichen Sehnsüchte nach einem barmherzigen Vater an.
  • 38 Wer ist der „Heilige Geist“?

    Der Heilige Geist ist die dritte Person der Heiligen Dreifaltigkeit (Trinität) und von gleicher göttlicher Größe wie der Vater und der Sohn.
    Wenn wir die Realität Gottes in uns entdecken, haben wir es mit dem Wirken des Heiligen Geistes zu tun. Gott sandte „den Geist seines Sohnes in unser Herz“ (Gal 4,6), damit er uns ganz erfülle. Im Heiligen Geist findet ein Christ tiefe Freude, inneren Frieden und Freiheit. „Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Röm 8,15b). Im Heiligen Geist, den wir in Taufe und Firmung empfangen, dürfen wir zu Gott „Vater“ sagen.
  • 39 Ist Jesus Gott? Gehört er zur Dreifaltigkeit (Trinität)?

    Jesus von Nazareth ist der Sohn , die zweite göttliche Person, von der gesprochen wird, wenn wir beten: Im „Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,19).
    Jesus war entweder ein Hochstapler, als er sich zum Herrn über den Sabbat machte und sich mit der Gottesanrede „Herr“ ansprechen ließ – oder er war wirklich Gott. Zum Skandal kam es, als er Sünden vergab. Das war in den Augen seiner Zeitgenossen ein todeswürdiges Verbrechen. Durch Wunder und Zeichen, insbesondere aber durch die Auferstehung, erkannten die Jünger, wer Jesus ist, und beteten ihn als den Herrn an. Das ist der Glaube der Kirche.

(Aus: YOUCAT. Jugendkatechismus der Katholischen Kirche. München 2010, Nr. 30; 35-39)

Erläuterungen

 

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