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Kopplung Inhalte – Kompetenzen

1.3.3    Kopplung Inhalte-Kompetenzen

Vor der Beschreibung der Kompetenzen, die an die oben skizzierten Inhalte gekoppelt werden, lohnt es sich, einen allgemeinen Überblick über Kompetenzen im Lateinunterricht inklusive ihrer Definitionen zu geben:

Kompetenzen

Methodenkompetenz:

  • Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die Präsentationstechniken.
  • Sie können ihre Übersetzungs- und Interpretationsfähigkeit einschätzen und das methodisch differenzierte Materialangebot - in der Didaktik spricht man auch von der vertikalen Differenzierung – und das didaktisch differenzierte Materialangebot – auch horizontale Differenzierung genannt – unterscheiden, passend nach ihrem Lernfortschritt aussuchen und bearbeiten.

Muttersprachliche Kompetenz:
Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, entsprechend der Aufgabenstellung ihre Gedanken in einem strukturierten und logischen Aufbau mündlich und schriftlich zu fassen. Dabei ist es wichtig, im Sinne der Lernprogression bei der Bearbeitung wissenschaftlicher Thesen und Stellungnahmen anspruchsvollere Texte zu bearbeiten.

Personale Kompetenz:
Hierzu gehören die Kenntnis der Schülerinnen und Schüler über ihre Fertigkeiten und die Fähigkeit, mittels des didaktisch und methodisch differenzierten Materials und mit Hilfe des Lehrers einen Lernfortschritt zu erreichen.
Ebenso gehört zur personalen Kompetenz, sich mit Hilfe der Übersetzungen und Interpretationen eine Haltung zu bestimmten Themen (Werten) zu erarbeiten und mit den eigenen, bisher erarbeiteten Haltung zu vergleichen, um gegebenenfalls eine Modifizierung in der persönlichen Verhaltensweise anzustreben.

Soziale Kompetenz:
Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, in allen Arbeitsformen zu arbeiten und sich gegenseitig im Sinne des „Lernen durch Lehren (LdL)“ zu unterstützen. Wie bei der personalen Kompetenz ist es auch hier wichtig, nach der Lektüre seine Haltung zu bestimmten Werten, die in einem engen Zusammenhang mit der Rolle des Individuums in der Gruppe - oder weiter gefasst in der Gesellschaft, zu überdenken.

Fachkompetenz:
- Sprachkompetenz: In der Oberstufe sollte das analytische Wissen, also das grammatische Regelwerk zu verstehen und die Funktionalität der Grammatik zu kennen, im Vordergrund stehen, worauf das prozedurale Wissen aufbaut, das die zielsprachenorientierte Übersetzungsfähigkeit zum Ziel hat.
- Textkompetenz ist die Fähigkeit, lateinische Texte – meist in synoptischer Form dargeboten – nach der Lernzieltaxonomie (Reproduktion, Reorganisation, Transfer, problemlösendes Denken) zu interpretieren.

Kulturkompetenz:
Die Auseinandersetzung mit lateinischen Texten ist nur dann möglich, wenn die Schülerinnen und Schüler sich in die Perspektive des Protagonisten versetzen. Obwohl das Lesen und das Sprechen bzw. Schreiben über lateinische Texte ein rezeptionsästhetischer Akt ist, müssen die Schülerinnen und Schüler die Aussagen aus der Perspektive der Protagonisten betrachten, um in einem zweiten Schritt die Aussagen nach eigenen Parametern zu bewerten. Erst dann wird es möglich, Aussagen, Haltungen, Charakterprofile oder kurz gesagt das antike Kulturverständnis als historische und kulturelle Kontinuität bis in die heutige Zeit zu erkennen. Ebenso ist die Erkenntnis möglich, dass die „antiken Wertvorstellungen“ konträr zu den heutigen sind („Bruch“, Distanz).

Problemlösungskompetenz und „Selbststrukturierungskompetenz“:
Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, vor allem bei offenen Aufgabenstellungen (Interpretation) die im Unterricht erlernten kleinschrittigen Operatoren automatisiert für fremde Texte anzuwenden und gegebenenfalls den Operatorenkatalog zu minimieren oder zu erweitern.

Bezogen auf den Arachne- und den Niobe-Mythos erfolgt eine erste Konkretisierung der Kompetenzen und Inhalte:

Inhalte

Kompetenzen

met. VI, 267-285: NIOBE-KLAUSUR (Übersetzung mit vorgeschalteter Texterschließung)
(4_1_Klausur_Uebersetzung_Niobe)

-> met. VI, 1-4, 33-54: ARACHNE-UNTERRICHTSEINHEIT

Förderung der SPRACHKOMPETENZ, MUTTERSPRACHLICHEN KOMPETENZ

met. VI, 165-202: NIOBE-KLAUSUR (Änderung der Verszahlen in 1-47) (Interpretation)
(4_2_Klausur_Interpretation_Niobe)

-> met. VI, 5-25, 70-145: ARACHNE-UNTERRICHTSEINHEIT

Förderung der TEXTKOMPETENZ, KULTURKOMPETENZ, MUTTERSPRACHLICHEN KOMPETENZ und der PROBLEMLÖSUNGSKOMPETENZ
-> inhaltliche Schwerpunktsetzung: Religion / Kulthandlung / Hybris / „pietas“ / Grenze zwischen Göttlichem und Menschlichem

 

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