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Aufgabe 4

 

Inhalte der Aufgaben

Kompetenzen

KLAUSUR-NIOBE (Gesamttext Klausur):
Die Schülerinnen und Schüler sollen bezogen auf die Person der Niobe Stellung nehmen zu einer wissenschaftlichen These, ihre Stellungnahme auf die Person der Arachne erweitern, beide Haltungen vergleichen und unter dem Begriff „pietas“ beleuchten – sowohl im antiken als auch im heutigen Verständnis.

 

Nachdem die Schülerinnen und Schüler in Aufgabe 3 einen Perspektivenwechsel vollzogen, ein Persönlichkeitsprofil erstellt und damit eine Fremdperspektive wahrgenommen und verstanden haben, sollen sie Haltungen in antike Konzepte einordnen und mit den Haltungen in der heutigen Zeit vergleichen. Da die Moderne und Postmoderne pluralistische Lebensauffassungen kennen, bleibt nicht aus, dass bei der Bewertung des antiken Wertesystems und bei einem Vergleich mehrere Meinungen und/oder Lösungsansätze bestehen können. Die Einnahme einer Fremdperspektive inklusive der eigenständigen Reflexion kann demnach zu einer Bestätigung, zu einer Distanzierung oder sogar Ablehnung der antiken Position führen (KONTINUITÄT – DISTANZ-PHÄNOMEN), d. h. eigene Vorstellungen und Werte der Schülerinnen und Schüler werden nicht nur reflektiert, sondern gegebenenfalls modifiziert oder vollkommen in Frage gestellt
(TEXTKOMPETENZ / KULTUR-KOMPETENZ / PROBLEMLÖSUNGS-KOMPETENZ).

UNTERRICHTSEINHEIT-ARACHNE:
nach Text 7 (met. VI, 129-145) als Hausaufgabe:
Da in Aufgabe 4 der Niobe–Klausur ein Vergleich der Haltung beider Frauen im Hinblick auf die „Hybris“ und „pietas“ vollzogen werden soll, müssen bei der Arachne-Unterrichtseinheit im Verlauf der statarischen und kursorischen Lektüre Aufgaben zu diesem Themenbereich gestellt werden.
Dazu eignen sich folgende Textpassagen:

  • aus Text 1: met. VI, 3 f.: „Laudare parum est, laudemur et ipsae / numina nec sperni sine poena nostra sinamus.” -> Position der Göttin
  • aus Text 2: met. VI, vv 5 ff.: „Maeoniaeque animum fatis intendit Arachnes, / quam sibi lanificae non cedere laudibus artis / audierat.” -> Position der Göttin
  • aus Text 2: met. VI, vv 23 ff: „scires a Pallade doctam. / Quod tamen ipsa negat tantaque offensa magistra / 'certet' ait 'mecum: nihil est, quod victa recusem!“
    -> Position der Arachne
  • aus Text 3a: met. VI, 30-33: „tibi fama petatur / inter mortales faciendae maxima lanae; / cede deae veniamque tuis, temeraria, dictis / supplice voce roga: veniam dabit illa roganti.'” -> Position der Göttin
  • Text 3b: met. VI, 34-42 -> Position der Arachne (ZENTRALE STELLE)
  • aus Text 3c: met. VI, 50 f.: „Perstat in incepto stolidaeque cupidine palmae / in sua fata ruit.” -> Position der Arachne

    (3_6_Arachne_HA)

Um die oben erwähnten Fertigkeiten für die 4. Aufgabe der Niobe–Klausur anwenden zu können, müssen folgende Arbeitsaufträge zu den links angegebenen Texten gestellt werden:

  • Entwickeln Sie aus der Perspektive / Position der Pallas Athene den Verhaltenskodex zwischen Göttern und Menschen und konstruieren Sie aus Ihren Aussagen die antike Vorstellung von „pietas“! (Text 1, Text 2, Text 3a) (TEXTKOMPETENZ, hier TRANSFER)
  • Überprüfen Sie, ob Arachne sich an diesen Verhaltenskodex hält! (Text 2, Text 3b, Text 3c) (TEXTKOMPETENZ, hier TRANSFER)
  • Vergleichen Sie die antike Vorstellung von “pietas” mit der heutigen! (KULTURKOMPETENZ)

 

 

 

Teil 2: Interpretationsklausur: Herunterladen [doc] [62 KB]