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Kurzzusammenfassungen (Arachne- und Niobe-Mythos)

1.3.2 Kurzzusammenfassungen des Arachne- und des Niobe-Mythos [1] und inhaltliche Schwerpunktsetzung

Die Göttin des Handwerks Pallas Athene trifft in Gestalt einer Greisin auf die Weberin Arachne, nachdem diese die Göttin als ihre Lehrmeisterin negierte und sie zum Wettstreit herausforderte. Die Greisin rät der jungen Frau, gegenüber Pallas Athene Demut zu zeigen, doch Arachne kontert nur mit Beleidigungen und mit einer tiefen Respektlosigkeit gegenüber der Alten. Die Göttin demaskiert sich und der Wettstreit kann beginnen. Obwohl die Göttin den Webteppich ihrer Konkurrentin gutheißt, vernichtet sie das Kunstwerk und demütigt Arachne mit einem Schlag des Weberschiffchens auf ihren Körper. Pallas Athene kommt der jungen Frau, die sich aus verletztem Stolz erhängen möchte, zuvor und verwandelt sie in eine Spinne.
Niobe, eine Tochter des Tantalus und der Dione, heiratet Amphion, den König von Theben. Sie hat mit ihm sieben Söhne und sieben Töchter. Im Stolz auf ihre Nachkommenschaft lässt sie sich zu Schmähungen zur Göttin Latona hinreißen, die nur Apollo und Diana als ihre Kinder nennen kann. Der Hybris folgt die Strafe auf dem Fuße: Apollo und Diana rächen ihre Mutter und töten alle Kinder der Niobe. Amphion nimmt sich das Leben, Niobe erstarrt vor Schmerz und Trauer zu Stein.
Es ergeben sich nach einem vergleichenden Lesen für den Arachne- und Niobe-Mythos folgende Schwerpunkte:

  • Religion / Kult:
Verhältnis / Positionierung der Menschen zu den Göttern;
Grenze zwischen dem Menschlichen und Göttlichen;
  • Psychologie: 
Hochmut / Stolz / Hybris;
Erzähltechnik als Mittel der Psychagogie.
  • Textsorte:
„Erzählerrede“ versus Figurenrede im Epos.
  • Intratextualität:
Vergleich des Niobe- mit dem Arachne-Mythos.



[1] Für den Niobe-Mythos siehe auch von Albrecht (Unterrichtsvorschläge), 56-63.

 

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