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Ergebnissicherung

M 3.2:
Lösungsblatt zu 3.1 und M 3.1 (Gruppe C):

Tum dea ' venit! ' ait formamque removit anilem

Palladaque exhibuit : venerantur numina nymphae

Mygdonides que nurus ; sola est non territa virgo,                
sed tamen erubuit , subitusque invita notavit

ora r ubor rursusque evanuit , ut solet aer

purpureus fieri, cum primum Aurora movetur,

et breve post tempus candescere solis ab ortu.

Perstat in incepto stolidaeque cupidine palmae    

in sua fata ruit ; neque enim Iove nata recusat

nec monet ulterius nec iam certamina differt .

Haud mora , constituunt diversis partibus ambae

et gracili geminas intendunt stamine telas:

Da sprach die Göttin „ Sie ist gekommen! ”, legte die greisenhafte Gestalt ab
und zeigte sich als Pallas Athene : die lydischen Nymphen mitsamt ihren Töchtern begrüßen die Gottheit ehrfurchtsvoll ; allein die Jungfrau ließ sich nicht erschrecken,
aber dennoch errötete sie ; die Röte schoss ihr plötzlich widerwillig ins Gesicht
und verschwand wiederum, wie gewöhnlich die Luft

sich purpurrot färbt, sobald sich Aurora bewegt,

und sie nach kurzer Zeit nach dem Aufstieg der Sonne weiß erglänzt.
Sie bleibt bei ihrem Vorhaben und aus Gier nach der albernen Palme
stürzt sie in ihr Verderben. Nämlich Jupiters Tochter weigert sich nicht,
mahnt nicht weiter und verschiebt nicht mehr den Wettstreit .
Kein Aufschub, beide stellen auf verschiedenen Seiten zwei Webstühle auf

und bespannen sie mit einer feinen Kette.

Aufgabe (vv 46-49): [1]


Textstelle

Sachebene

Bildebene

Intention

Ovid, met. VI, 46-49

 

 

 

„subitusque invita notavit ora rubor rursusque evanuit”
--> Arachne errötet kurzfristig.

 

 

 

 

 

ERRÖTUNG EINES MENSCHEN

„solet aer purpureus fieri, cum primum Aurora movetur,
et breve post tempus candescere solis ab ortu. ”
--> Die Luft wirkt kurzzeitig auf den Beobachter auch rötlich beim Sonnenaufgang.

 

 

„ERRÖTUNG“ DER LUFT

Das Gleichnis erlaubt die Gleichsetzung der Pallas Athene mit Aurora, Göttin der Morgenröte. Pallas Athene wird positiv konnotiert, die bei Arachne ein Schamgefühl auslöst. Das Schamgefühl ist nicht von langer Dauer, sodass die Errötung für den Leser (Beobachter) im ersten Augenblick eher als Geste eines Schuldbekenntnisses oder eines Ehrgefühls für die Göttin gewertet wird. Das folgende „perstat“ (v 50) unterstreicht jedoch die Kurzfristigkeit dieses Schamgefühls und den Starrsinn der Arachne.

 

[1] Siehe Strukturvorschlag bei Baier, 427-454.

 

Texte 3a, 3b, 3c: Herunterladen [doc] [229 KB]