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Agrarliteratur als Beispiel für technisch-ökonomische Handbücher

Seit Cato d.Ä. gab es eine durchgehende Tradition der Agrarschriftstellerei. Hierzu gehören neben Handbüchern für den Ackerbau wie Catos Res rusticae auch Vergils Georgica und Columellas De re rustica. Ferner gab es Fachprosa zur Architektur (Vitruv). Diese Literatur hatte immer zwei Pole: den Nutzen für den Leser, d.h. die Information und die Beratung in den Fragen der Feldwirtschaft, und die Begründung der Landwirtschaft als Lebensgrundlage der Gesellschaft und Kultur. [1]

Diese Aspekte können bei Sachtexten in den Vordergrund gestellt werden:

  1. Welche praktische Funktion hat der Text, d.h. was kann der Leser besser bewerkstelligen, wenn er das Buch gelesen hat?

  2. Welcher Bereich der Wirtschaft wird thematisiert?

  3. Lässt sich der Adressatenkreis bestimmen?

  4. Ist ein Weltbild erkennbar, das den Ratschlägen zugrunde liegt?

 

Fragen zum Beispieltext (Cato, De re rustica 5):

  1. Welche praktischen Anweisungen gibt der Autor den Gutsbesitzern in der Führung ihres Gutsverwalters?

  2. Welche wirtschaftlichen Zwecke sind aus dem Text ablesbar?

  3. Lässt sich der Adressatenkreis bestimmen, genauer: Wie hat man sich die Verwaltung der villae rusticae vorzustellen, welche die Leser von Catos Schrift offenbar besaßen? Ziehen Sie zur Beantwortung dieser Frage die Untersuchung zur Agrarliteratur von Hannelore Rex auf S. 18 f. heran.

Zum Text

 


Anmerkungen und Literaturhinweise

[1] Im Internet verfügbare Interpretation: Hannelore Rex: Die lateinische Agrarliteratur von den Anfängen bis zur frühen Neuzeit , Wuppertal 2002