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Einführung Historische und politische Texte

Die lateinische Literaturgeschichte schenkt auch den Texten Beachtung, die weder einen künstlerischen Wert beanspruchen noch der Philosophie zugerechnet werden können. Hierzu gehören die politischen und juristischen Reden, aber v.a. auch die Geschichtsschreibung. Insbesondere Livius und Tacitus sind Autoren, die seit jeher im Lateinunterricht ihren Platz haben.
Unter den Fragen, die an jeden Text gestellt werden können ( Fragen, die an jeden beliebigen antiken Text gestellt werden können ) liegt hier diejenige nach der sozialen Funktion nahe. Die Texte aus dem Privatleben dienen der Kommunikation mit Freunden oder Verwandten; die Agrarschriftstellerei gibt einen Einblick in die ökomische Seite des römischen Imperiums. Die Geschichtsschreibung verfolgt das Ziel, die Entstehung des Imperiums nachzuzeichnen; so formuliert es jedenfalls Livius:
ad illa mihi pro se quisque acriter intendat animum, quae vita, qui mores fuerint, per quos viros quibusque artibus domi militiaeque et partum et auctum imperium sit (Darauf richte ein jeder sein Augenmerk, wie das Leben, wie die Sitten beschaffen waren, durch welche Männer und mit welchen Künsten in Frieden und Krieg die Herrschaft errungen und vermehrt wurde; Livius praefatio 9).

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