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Zeit­ma­nage­ment


Ar­beit mit einem Team an einem Pro­jekt er­for­dert Pla­nung und (Selbst–) Dis­zi­plin im Hin­blick auf die ver­ab­re­de­ten Ziele bzw. Mei­len­stei­ne.

Tat­säch­lich ist es gar nicht leicht, alles immer „unter einen Hut“ zu brin­gen, da neben der Pro­jekt­ar­beit ja auch noch Pri­vat- und Schul­le­ben (z. B. Klas­sen­ar­bei­ten)  an­ge­sagt sind.

Fir­men und der Mit­ar­bei­ter un­ter­stüt­zen des­halb jedes Pro­jekt durch ein pro­fes­sio­nel­les Zeit­ma­nage­ment.

Doch auch Sie und Ihr Team kön­nen Zeit­ma­nage­ment an­wen­den und davon pro­fi­tie­ren!

Man soll­te nie so viel zu tun haben, dass man zum Nach­den­ken
keine Zeit mehr hat. (Georg Chris­toph Lich­ten­berg)


Was ist Zeit­ma­nage­ment?

Zeit­ma­nage­ment ist das sys­te­ma­ti­sche und dis­zi­pli­nier­te Pla­nen Ihrer Zeit. Der Zweck des Zeit­ma­nage­ments ist es, mehr Zeit für die wich­ti­gen Dinge in Beruf und Pri­vat­le­ben zu haben. Sie kön­nen durch eine sys­te­ma­ti­sche Zeit­pla­nung täg­lich er­staun­lich viel Zeit ge­win­nen, die wirk­lich we­sent­li­chen Dinge zu er­le­di­gen.

Be­stands­auf­nah­me:
  • Wofür ver­brau­chen Sie wie viel Zeit?
  • Wel­che Be­rei­che gibt es in Ihrem Leben?
  • Über­prü­fen und ana­ly­sie­ren Sie Ihre erste Be­stands­auf­nah­me mit einem (Wo­chen-) Zeit­pro­to­koll.
Zeit­pla­nung:

Pla­nung spart Zeit!

  • Pla­nen Sie täg­lich 5 bis 15 Mi­nu­ten Ihre Zeit.
  • Auch eine Wo­chen­pla­nung ist mög­lich.
  • Pla­nen Sie Ihre Auf­ga­ben schrift­lich und er­geb­nis­ori­en­tiert.
  • Schrei­ben Sie auch die je­wei­li­gen Vor­aus­set­zun­gen auf.
  • Un­ter­schei­den Sie wich­ti­ge und drin­gen­de Auf­ga­ben.

 

Die vier Auf­ga­ben­klas­sen

Auf­ga­ben las­sen sich in vier ver­schie­de­ne Klas­sen ein­tei­len, näm­lich in die Klas­sen A , B , C und D .

Die Auf­ga­ben­klas­se A        

Die Auf­ga­ben­klas­se A be­inhal­tet Auf­ga­ben, die drin­gend und wich­tig sind. Oft stel­len sich Ihnen Auf­ga­ben der Klas­se A in einer Kri­sen­si­tua­ti­on, z. B. wenn viel auf dem Spiel steht (= wich­tig) und wenn Pro­ble­me schnell ge­löst wer­den müs­sen (= drin­gend).

Bsp.: Ein wich­ti­ger Kunde droht ab­zu­sprin­gen. Sie müs­sen schnell re­agie­ren, um zu ver­hin­dern, dass er zur Kon­kur­renz geht.

Die Auf­ga­ben­klas­se B       

Auf­ga­ben der Klas­se B sind sol­che, die im Au­gen­blick nicht drin­gend wir­ken , die aber für die Zu­kunft wich­tig sind. Wenn Sie Auf­ga­ben der Klas­se B ver­nach­läs­si­gen, ge­ra­ten Sie mög­li­cher­wei­se schnell in eine Kri­sen­si­tua­ti­on. Dann wer­den aus den B-Auf­ga­ben so­fort A-Auf­ga­ben. Zu den B-Auf­ga­ben ge­hö­ren oft Ak­ti­vi­tä­ten, die einen prä­ven­ti­ven oder stra­te­gi­schen Cha­rak­ter haben.

Bsp.: Sie haben seit län­ge­rer Zeit ein Druck­ge­fühl im Magen. Nun neh­men Sie sich vor, ein­mal zum Arzt zu gehen. Be­kom­men Sie akute Ma­gen­schmer­zen würde der Arzt­gang zu einer A-Auf­ga­be wer­den.

Die Auf­ga­ben­klas­se C       

In die Auf­ga­ben­klas­se C ge­hört das ty­pi­sche Ta­ges­ge­schäft . Es han­delt sich dabei um sol­che Auf­ga­ben, die drin­gend (weil sie schnell er­le­digt wer­den müs­sen) aber lang­fris­tig ge­se­hen nicht wich­tig sind. Viele sol­cher Auf­ga­ben kön­nen wir de­le­gie­ren oder durch eine bes­se­re Or­ga­ni­sa­ti­on ver­kür­zen. C-Auf­ga­ben kön­nen zu A-Auf­ga­ben wer­den, wenn Sie nicht recht­zei­tig er­le­digt wer­den.

Bsp.: Ihre Woh­nung bzw. Ihr Büro ist un­auf­ge­räumt.

Die Auf­ga­ben­klas­se D        

D-Auf­ga­ben sind nicht drin­gend und auch nicht wich­tig . Das heißt, es ent­steht kein Scha­den, wenn diese Auf­ga­ben nicht er­le­digt wer­den. Wel­che Auf­ga­ben tat­säch­lich D-Auf­ga­ben sind, kön­nen Sie nur für sich selbst ent­schei­den. Es gilt zu über­prü­fen, ob Sie sol­che Auf­ga­ben über­haupt er­le­di­gen wol­len. Es kann z. B. sein, dass Ihnen eine D-Auf­ga­be viel Freu­de be­rei­tet, auch wenn Sie ei­gent­lich keine große Be­deu­tung hat. Sie kön­nen im Be­reich der D-Auf­ga­ben leicht Zeit spa­ren, soll­ten aber auch dar­auf ach­ten, dass es manch­mal schön ist und gut tut, etwas zu tun, das weder wich­tig noch drin­gend ist. Im Rah­men des Zeit­ma­nage­ments gilt die Richt­li­nie:

D-Auf­ga­ben erst dann er­le­di­gen, wenn Sie die an­de­ren Auf­ga­ben ab­ge­ar­bei­tet haben.


Zu­erst die A-Auf­ga­ben

Wenn Sie Ihre Zeit pla­nen, dann tei­len Sie Ihre Auf­ga­ben nach den Auf­ga­ben­klas­sen ein.

Zur Ver­deut­li­chung diene das fol­gen­de Bild:

Füllt man in ein Gefäß die gro­ßen Stei­ne zu­erst ein, so lässt sich an­schlie­ßend  das Gefäß pro­blem­los mit einer gro­ßen Menge Sand auf­fül­len. Wenn aber zu­erst der Sand ein­ge­füllt wird, passt nicht ein Stein mehr hin­ein.

Er­le­di­gen Sie zu­erst A-Auf­ga­ben. Ver­su­chen Sie dann so­viel wie mög­lich B-Auf­ga­ben zu er­le­di­gen. C-Auf­ga­ben soll­ten Sie am bes­ten an an­de­re Men­schen de­le­gie­ren. Dies ist na­tür­lich nur in einem ge­wis­sen Maß mög­lich. So sind be­son­ders viele Auf­ga­ben aus dem Haus­halt ty­pi­sche C-Auf­ga­ben. Die kön­nen Sie ja nicht ein­fach alle Ihrem Le­bens­part­ner bzw. Ihrer Le­bens­part­ne­rin zu­schie­ben, auch wenn das na­tür­lich sehr an­ge­nehm wäre. Sie soll­ten sich ein Sys­tem er­ar­bei­ten, mit dem Sie Rou­ti­ne- und All­tags­auf­ga­ben mög­lichst schnell und ef­fi­zi­ent er­le­di­gen kön­nen. D-Auf­ga­ben soll­ten Sie ent­we­der strei­chen oder sich ihre Aus­füh­rung be­wusst gön­nen und sie ge­nie­ßen.


Ele­men­te Ihrer Zeit­pla­nung

Ihre Zeit­pla­nung lis­tet auf:

  • Das ge­wünsch­te Er­geb­nis
  • Was Sie vor­her noch alles brau­chen
  • Die Wich­tig­keit und Dring­lich­keit (A,B,C oder D)
  • An­fang, Ende und Dauer (in­klu­si­ve Puf­fer­zeit)


Ein prak­ti­sches Hilfs­mit­tel

Das be­kann­tes­te Hilfs­mit­tel für Ihre Zeit­pla­nung ist das Zeit­plan­buch. Sie kön­nen eine gute Zeit­pla­nung auch mit einem nor­ma­len Ka­len­der oder mit einem klei­nen No­tiz­buch er­le­di­gen. Man­chen ist ein elek­tro­ni­scher Ka­len­der lie­ber.

Fin­den Sie Ihre Ziele und das, was Sie er­rei­chen wol­len

Zie­hen Sie sich dazu viel­leicht an einen Ort zu­rück, an dem Sie für ei­ni­ge Zeit un­ge­stört sein kön­nen. Neh­men Sie sich meh­re­re leere Blät­ter Pa­pier und schrei­ben Sie alle Ziele zu den fol­gen­den Le­bens­be­rei­chen auf:

per­sön­lich, 
fa­mi­lär
fi­nan­zi­ell,
spi­ri­tu­ell
be­ruf­lich,
ge­sell­schaft­lich

Fra­gen Sie sich zu jedem die­ser Be­rei­che:

  • Was wün­sche ich mir?
  • Was will ich er­rei­chen?
  • Was macht mich glück­lich?
  • Was ist mir wich­tig?
Wenn Du es eilig hast, gehe lang­sam!

Quel­le: www.​zeit­zu­le­ben.​de (stark ge­kürzt und ver­än­dert).